Prüfung durch Schallemission (AE)
Wir hören der Anlage im Betrieb zu: Sensoren erfassen die elastischen Wellen, die ein Fehler beim Wachsen unter Last abgibt. Eine einzige Prüfung deckt den gesamten Behälter ab, im laufenden Betrieb oder während einer Belastungsprobe.
- Die gesamte Anlage in einer einzigen Prüfung
- Im laufenden Betrieb oder während einer Belastungsprobe
- Ortet die aktive Zone für die anschließende punktuelle Prüfung
- Druckbehälter, Lagerkugeln und Tanks

AE
Im Betrieb
Was ist die Schallemissionsprüfung?
Die Schallemissionsprüfung (AE) ist ein passives Verfahren: Das Gerät bringt keine Energie in den Werkstoff ein, es hört zu. Wenn ein Riss wächst, eine Ablösung entsteht oder eine Korrosionsschicht unter Last aufbricht, gibt der Fehler transiente elastische Wellen ab, die durch die Wand der Anlage laufen. An der Oberfläche angekoppelte piezoelektrische Sensoren erfassen diese Wellen, typischerweise im Bereich von 20 kHz bis 1 MHz, und das System zeichnet jedes Ereignis mit Amplitude, Energie und Ankunftszeit an jedem Sensor auf.
Aus den Unterschieden dieser Ankunftszeiten lässt sich der Entstehungsort des Ereignisses triangulieren. Mit einem verteilten Sensornetz deckt eine einzige Prüfung den gesamten Behälter ab, statt ihn Punkt für Punkt abzufahren: Das Ergebnis ist eine Karte der aktiven Zonen, nach Intensität geordnet, an einer Anlage, die dafür weder geöffnet noch entleert werden muss. Geprüft wird im laufenden Betrieb oder während einer kontrollierten Belastungsprobe, denn AE erfasst nur den Fehler, der während des Zuhörens wächst.
AE ist deshalb ein Suchverfahren und kein Verfahren zur Fehlergrößenbestimmung: Sie zeigt, wo zu prüfen ist, nicht wie groß der Fehler ausfällt. Die auffällige Zone wird anschließend punktuell geprüft — etwa mit Ultraschall an der Schweißnaht —, wobei die Restwanddicke gemessen und die Ungänze charakterisiert wird. Bei Compañía Técnica führen wir die Prüfung mit nach IRAM-ISO 9712 qualifiziertem Personal durch und übergeben den Bericht mit Lage und Einstufung jeder aktiven Zone.
Was die Schallemissionsprüfung leistet
Eine Prüfung, die die gesamte Anlage abdeckt, ohne sie außer Betrieb zu nehmen
Globale Abdeckung
Die gesamte Anlage in einer Prüfung, mit einem an die Wand angekoppelten Sensornetz.
Ohne Stillstand
Geprüft wird im laufenden Betrieb oder während einer geplanten Belastungsprobe.
Aktive Zone geortet
Die Ankunftszeit an jedem Sensor verortet den Ursprung des Ereignisses auf der Oberfläche.
Bericht mit eingestuften Zonen
Jede aktive Zone wird erfasst und nach Intensität der Aktivität geordnet.
Häufige Fragen zur Schallemissionsprüfung
Was ist die Schallemissionsprüfung?
Die Schallemissionsprüfung (AE) ist ein passives zerstörungsfreies Verfahren: An der Wand der Anlage angekoppelte piezoelektrische Sensoren erfassen die elastischen Wellen, die ein Fehler beim Wachsen unter Last abgibt. Das System zeichnet jedes Ereignis auf und verortet dessen Ursprung über die Unterschiede der Ankunftszeiten an den Sensoren. Angewendet wird sie an Druckbehältern, Lagerkugeln und Tanks, im laufenden Betrieb oder während einer Belastungsprobe.
Muss die Anlage für die Prüfung außer Betrieb genommen werden?
Nein. Die Schallemissionsprüfung erfolgt im laufenden Betrieb oder während einer geplanten Belastungsprobe, denn der Fehler muss unter Spannung stehen, um Signale abzugeben. Die Sensoren werden von außen an die Oberfläche des Behälters oder Tanks angekoppelt; entleeren oder öffnen ist nicht erforderlich. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu Verfahren, die einen Innenzugang verlangen.
Was erkennt die Schallemissionsprüfung und was nicht?
Sie erkennt aktive Fehler: wachsende Risse, fortschreitende Korrosion, Ablösungen, Reibung zwischen Oberflächen und Leckagen. Einen stabilen Fehler, der während des Zuhörens keine Energie abgibt, erfasst sie nicht, und sie misst weder Größe noch Restwanddicke. AE dient daher der Ortung der zu prüfenden Zone; die Größenbestimmung übernimmt eine punktuelle Prüfung an der angezeigten Stelle, in der Regel Ultraschall.
An welchen Anlagen wird sie eingesetzt?
An Druckbehältern, Lagerkugeln für Flüssiggas, atmosphärischen Lagertanks, Kolonnen, Reaktoren und Rohrleitungen. Besonders nützlich ist sie bei großen oder schwer zugänglichen Anlagen: Eine Prüfung deckt die gesamte instrumentierte Oberfläche ab, während eine Abtastung Punkt für Punkt Gerüste, Zugänge und Stillstandszeit erfordern würde.
Welche Normen gelten und was wird übergeben?
Die Prüfung folgt ASME Section V, die die Schallemission an metallischen Behältern während der Druckprobe behandelt, mit Kriterien zur Personalqualifikation entlang der empfohlenen Praktiken der ASNT und der IRAM-ISO 9712. Bei Lagertanks fließt das Ergebnis in den Prüfplan nach API 653 ein. Übergeben wird ein Bericht mit der Lage jeder aktiven Zone, ihrer Einstufung nach Intensität und der punktuellen Prüfung, die zur Verifizierung ansteht.
Verwandte Leistungen
Referenznormen
- ASME — Druckbehältercode und Schweißqualifikation
- American Society for Nondestructive Testing (ASNT) — internationale Referenz für ZfP-Methoden und -Qualifizierung
- American Petroleum Institute (API) — gibt die Standards API 653, API 1104 und API 579 heraus